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Samstag, 19. März 2011

Tortellini in brodo

Zutaten:
Gemüse nach Wahl, hier: 2 Stangen Staudensellerie, 2 Mohrrüben, 1 Zwiebel, je eine halbe rote und gelbe Parika
3 Hähnchenkeulen sowie ca. 350gr Rindergulasch, oder Fleisch nach Wahl
Tortellini (aus dem Kühlregal oder getrocknet)
Parmesan




Zubereitung:
1. Gemüse putzen und in Stücke schneiden.
2. Gute 2-3L Wasser im Topf oder Wasserkocher zum Kochen bringen.
3. In einem großen Topf reichlich Olivenöl erhitzen, das Fleisch darin kurz anbraten, dann das Gemüse hinzugeben. 
4. Mit kochendem Wasser bedecken und dann mehrere Std. köcheln lassen (die Wassermenge reduziert sich enorm!).
5. Gemüse und Fleisch abschöpfen und zur Seite stellen, Brühe würzen (ich habe nur ein bisschen gesalzen).
6. Tortellini separat nach Packungsanleitung kochen, dann abgießen.
7. Tortellini in tiefe Teller geben, mit heißer Brühe auffüllen und ggf. mit Parmesan bestreuen. 


Kocht man die Tortellini in der Brühe so haben sie zwar mehr Geschmack, es ist dann aber keine Brühe mehr da, da die Pasta diese aufsaugt. Deswegen das separate Kochen. 




Dickflüssige Brühe, stark eingekocht.


Tortellini in Brühe (und ein Zwiebelstückchen ist mir entwischt...)

KBW: Römische Gnocchi mit Pilzen (Gnocchi alla Romana con funghi)

Das Rezept stammt aus folgendem Kochbuch: "Pasta: Die neuesten Nudel-Schlager", VPM Verlagsunion Pabel Moewig KG, Rastatt, 1999









Zutaten:
Für die Gnocchi:
250gr Grieß
1 kleines Bund Petersilie
21 Knoblauchzehe
150gr Pilze
2 EL Olivenöl
1L Milch
frisch geriebene Muskatnuß
80gr Butter
3 Eigelb
Salz, Pfeffer


Für die Sauce:
200gr Fontina
2 Eigelb
0,25L Milch
Pfeffer


Zubereitung:
1. Für die Sauce den Fontina entrinden und in dünne Scheiben schneiden. In eine Schüssel geben, mit Milch bedecken und 2-3 Std. einweichen.
2. Die Petersilie waschen, gut trockentupfen und fein hacken. Die Knoblauchzehe schälen und leicht zerdrücken. Die Pilze putzen, mit einem feuchten Tuch abreiben und in dünne Scheiben schneiden.
3. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und den Knoblauch darin glasig dünsten. Pilze dazugeben und bei starker Hitze unter ständigem Rühren 2-3min. braten. Mit einer Prise Salz und Pfeffer würzen und mit Petersilie bestreuen. Pilze aus der Pfanne nehmen, abkühlen lassen und fein hacken.
4. Für die Gnocchi die Milch mit einer Prise Salz und Muskatnuß und 50gr Butter in einem Topf zum Kochen bringen. Den Grieß nach und nach hinzufügen, dabei ständig rühren, damit er nicht am Topfrand und -boden festklebt. Das Ganze etwa 20-30min. köcheln lassen. 
5. Den Topf vom Herd nehmen und die Masse abkühlen lassen. Eigelbe und Pilze dazugeben und alles gut vermengen.
6. Die Arbeitsfläche mit etwas zerlassener Butter bepinseln und die Mischung darauf 1cm dick gleichmäßig verteilen. Völlig erkalten lassen, dann mit einem runden Teigausstecher Kreise ausstechen. Ein Backblech einfetten und die Gnocchi so darauflegen, dass sie etwas überlappen.
7. Für die Sauce den Fontina aus der Milch nehmen und in eine feuerfeste Schüssel geben. Die Eigelbe und 5 EL der Milch hinzufügen.
8. Die Mischung im Wasserbad erhitzen, dabei ständig mit einem Schneebesen oder einem Holzlöffel rühren, bis der Fontina schmilzt. Sobald die Sauce cremig ist, vom Herd nehmen und mit frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
9. Die Sauce über die Gnocchi gießen und das Ganze im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad (Gas Stufe 2, Umluft 160 Grad) 10 min. goldgelb überbacken. Heiß servieren.


Ausgerollte Grieß-Pilz-Masse




Ausgestochene Grieß-Taler


 Mit Sauce überbacken



Nahaufnahme



Auf dem Teller


Fazit: Wir fanden es beide nicht überragend, es schmeckte etwas fad und macht auch nicht wirklich satt (wobei das wohl eine persönliche Sache ist - so breiige Sachen ohne ein saftiges Steak dazu sind nicht mein Ding). Dafür dass der Arbeitsaufwand eher groß ist wird dieses Gericht wohl nicht mehr auf unserem Speiseplan erscheinen. Oder aber in vereinfachter Form und dann nur als Beilage. 

Samstag, 5. Februar 2011

Lachs-Mozzarella-Risotto (Risotto Salmone e Mozzarella)

Dieses Risotto geht blitzschnell und ist saulecker. Schmeckt sogar dem Baby – meistens jedenfalls. Das Rezept, welches mich inspirierte, findet ihr hier: Klick!


Zutaten (ergibt dann 3-4 Portionen):
1,5 l Brühe (ich war faul und habe einfach nur gekörnte Gemüsebrühe genommen)
Ca. 350-400gr Risottoreis
½ Zwiebel
Olivenöl und Butter (oder nur eins von beiden)
Weißwein
200gr Lachs
200gr Mozzarella
Zitronensaft
Ggf. weitere Gewürze

Zubereitung:
1. 1,5 l Wasser zum Kochen bringen und gekörnte Brühe hinzugeben. Heiss stellen.
2. Eine halbe Zwiebel / Schalotte würfeln und in Olivenöl und Butter (zu gleichen Teilen) glasig dünsten.
3. Den Reis hinzugeben und etwas mit andünsten.
4. Mit einem Schuss Weißwein ablöschen (wenn kleine Kinder mitessen kann man diesen Schritt auch auslassen).
5. Mit möglichst heißer / kochender Brühe bedecken und dann rühren, bis der Reis die Flüssigkeit fast ganz aufgesogen hat.
6. Diesen Schritt solange wiederholen bis der Reis gar ist – im Idealfall ist dann auch keine Brühe mehr da.
7. Kurz vor Garende etwas pfeffern und den geschnittenen Räucherlachs und die gewürfelte Mozzarella sowie einen Spritzer Zitronensaft hinzufügen. Meiner Meinung nach muss man nicht mehr salzen, da die Brühe ja schon sehr salzig ist. Die Originalposterin empfiehlt Crème Fraîche und Dill, ich hatte beides nicht zur Hand und es schmeckte trotzdem toll.







Pasta mit Muscheln und Zucchini (Strozzapreti Vongole e Zucchini)

Nudeln mit Muscheln ist eines der Lieblingsgerichte vom Lieblingsmann. Und obwohl ich das früher noch im hohen Bogen ausgespuckt hätte – nein, ich korrigiere mich: ich hätte es nicht mal probiert – so mag ich es mittlerweile ganz gerne. Ich nehme dazu immer Venusmuscheln (vongole), man kann es aber auch mit Miesmuscheln machen (die finde ich dann doch wieder etwas groß und schleimig, die kleinen Venusmuscheln dagegen kann man gemeinsam mit der Pasta runterschlucken. Man sieht, 100% geheuer sind sie mir immer noch nicht!). Um das Ganze mal etwas aufzupeppen habe ich heute noch Zucchini dazu genommen, das passt erstaunlich gut.


Zutaten:
500gr frische Muscheln (Gewicht mit Schale)
2-3 Tomaten
1 Zucchini
Weißwein
Peperoncino, Knoblauch, Petersilie und grobkörniges Salz


Zubereitung:
1. Eine Schüssel mit kaltem Wasser füllen, grobkörniges Salz hinzufügen und die Muscheln darin mehrere Stunden sich säubern lassen. Miesmuscheln müssen ggf. noch von Algen und äußerlichem Dreck befreit werden. Im Idealfall schlucken die Muscheln nämlich Wasser und spucken es auch wieder aus, und oft kommt noch eine Menge Sand dabei raus, den man sonst in der Nudelsauce wiederfindet. Das knirscht dann beim Essen und ist nicht sonderlich lecker. Zerbrochene oder weit offen stehende Muscheln wegwerfen. Nach dieser Phase Wasser abgießen, Muscheln einmal kalt abspülen und los geht’s mit der Sauce.
2. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Muscheln hineinwerfen (ja, sie leben zu diesem Zeitpunkt noch!). Die Muscheln öffnen sich nach und nach und spucken das salzige Wasser aus, in dem sie vorher gelegen haben. So braucht man nicht mehr salzen und bekommt schon eine Grundsauce. Muscheln die sich nicht öffnen sind tot und sollten aussortiert werden.
3. Mit Weißwein ablöschen, dann peperoncino, kleingeschnittene Tomaten, Knoblauch, gehackte Petersilie und in meinem Fall auch die gewürfelte Zucchini hinzugeben, Deckel drauf und köcheln lassen bis die Zucchini durch ist. Man kann die Sauce auch „weiß“ lassen, ohne Tomate halt. Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks wie auch weiteres Würzen – bei uns kommt kein salz oder Pfeffer oder andere Gewürze mehr hinzu.
4. Parallel die Nudeln kochen. Sehr passend sind Spaghetti oder Linguine, wir mögen aber auch gerne dicke, grobgeschnittene Pasta (z.B. maltagliati, strozzapreti), weil diese gerade mit einer sämigen Tomaten-Weißweinsauce phantastisch harmonieren.
5. Nudeln abgießen und mit der Sauce vermischen, um Himmels Willen KEINE Parmesan-Experimente machen. Das kann euch die deutsch-italienische Ehe kosten!!!!


Das hier sind die Zutaten


Eine vongola streckt die Zunge raus - sie weiß noch nicht was gleich auf sie zukommt


Muscheln, Tomaten und Zucchini im Weißweinsud


 Und hier das fertige Gericht, schon mit der Pasta vermischt









Montag, 31. Januar 2011

KBW: Pasta mit Kichererbsen (Pasta e Ceci)

Pasta e Ceci ist ein typisches Winteressen, da sehr suppenartig. Es macht warm im Bauch, es sättigt toll, es ist angenehm würzig, und man kann noch bergeweise Parmesan oben drauf kippen, es wird einfach nur besser! Das Kochbuch ist jedenfalls dieses hier: 

Emilia Valli: La Cucina Umbra in 300 ricette tradizionali. Newton & Compton Editori, 2003


 



Zutaten:
200gr Nudeln (ich habe Ditalini genommen)
250gr getrocknete Kichererbsen
1 Zwiebel
60gr Speckwürfel (habe ich weggelassen, da es vegetarisch sein sollte)
2 Lorbeerblätter
1 Zweig Thymian
2 Knoblauchzehen
1/2 Glas Olivenöl
2-3 reife Tomaten (ich habe Polpa di Pomodoro aus der Dose genommen)
Salz und Pfeffer
Parmesan (nicht im Original-Rezept dabei, aber ich mag es lieber so!)


Zubereitung:
1. Kichererbsen in kaltem Wasser einweichen lassen (wie lange steht auf der Packung, generell ist immer toll über Nacht). 
2. In ausreichend Wasser mit einer halben geschnittenen Zwiebel, dem Lorbeer und Thymian kochen (auch hier wieder: laut Rezept für 3 Std., bei mir hat 1 Std. gereicht so wie es auch auf der Packung stand). 
3. Wenn die Kichererbsen fast fertig sind, in einer Pfanne das Öl erhitzen, die zweite Hälfte der Zwiebel, den Speck und den Knoblauch darin anbraten und die gehäuteten und in Würfel geschnittenen Tomaten dazugeben. Salzen und pfeffern und die Sauce etwas einkochen lassen. 
4. Die Kichererbsen abgießen und das Kochwasser auffangen (!) oder die Kichererbsen mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen. 
5. Die Kichererbsen in die Tomatensauce geben und leicht salzen.
6. Das Kochwasser wieder zum Kochen bringen und die Nudeln darin kochen. Das Ziel sollte sein, dass das Kochwasser stark einkocht und eine Art Suppe ergibt. 
7. Wenn die Nudeln gar sind werden sie nicht abgegossen, stattdessen wird die Tomaten-Kichererbsensauce dazugegeben (falls es zu viel Kochwasser ist müsste man ggf. doch ein bisschen abgießen?). 
8. Einige Minuten ziehen lassen und heiß servieren. Nach Geschmack mit Parmesan überhäufen!

Fazit: Ich habe dieses Gericht zum ersten Mal gekocht und es ist sehr lecker geworden. Ich habe keinen Lorbeer gefunden und habe stattdessen einen Zweig Rosmarin und einige Blätter Salbei in das Wasser der Kichererbsen geworfen, außerdem getrockneten Thymian und keinen frischen. Mein Kochwasser war sogar zu sehr eingekocht, denn nach Zugabe der Kichererbsensauce und nach Verzehr des ersten Tellers (da war es noch recht suppig) hatten Nudeln und Kichererbsen den Rest der Flüssigkeit aufgesogen. Jetzt ist es nicht wirklich mehr eine Suppe, vielleicht werde ich zum Aufwärmen etwas Brühe hinzugeben müssen.












Freitag, 28. Januar 2011

Risotto mit Hackfleisch und Kräutern

Ich habe nach einem neuen Risottorezept gesucht. Da ich schon Lachsmozzarellarisotto, Maronenrisotto, Pilzrisotto und Risotto mit Bolognesesauce gemacht habe, wollte ich diesmal ein weiteres Rezept mit Fleisch. Möglichst einfach und nicht zu teuer sollte es bitteschön auch noch sein. Über google bin ich auf ein lecker klingendes Rezept gestoßen und möchte euch dieses nicht vorenthalten. Hier das Original (leider auf italienisch).

Zutaten für 4 Personen:
- 5 Handvoll Risottoreis ( ich hab‘s nach Augenmaß gemacht)
- Fleischbrühe (selbstgemacht!) vielleicht 1 – 1,5 Liter?
- 400gr gemischtes Hackfleisch (ich hatte nur Rind)  
- Olivenöl
- ¼ Zwiebel
- Halbes Glas Weißwein (oder ein paar Schlückchen mehr)
- Frischer Rosmarin, Salbei und Wacholderbeeren (diese habe ich weggelassen, weil ich keine hatte; ich mag sie aber auch nicht besonders)
- 4 EL frisch geriebener Parmesan
- Butter
- Pfeffer, Petersilie, hauchdünn geschnittener Speck (diesen Schritt habe ich auch weggelassen, mehr aus Faulheit als aus anderen Gründen)


Zubereitung:
1. Brühe zum Kochen bringen.
2. In einem zweiten Topf das Olivenöl erhitzen, den Wacholder und die kleingeschnittene Zwiebel hinzugeben und glasig dünsten. Einige Wacholderbeeren zerstossen.
3. Wenn die Zwiebel goldgelb ist den Reis hinzufügen, die Hitze hochschalten und den Reis einige Minuten „toasten“.
4. Das Hackfleisch und die ganz feingehackten Kräuter (Salbei und Rosmarin) hinzugeben, das Fleisch anbraten und „ausschwitzen“ lassen und dann mit dem Wein ablöschen.
5. Wenn der Wein verdampft ist, kellenweise heiße Brühe hinzufügen (immer so dass der Reis bedeckt ist), die nächste Kelle immer erst dann hinzufügen wenn der Reis die vorige Flüssigkeit aufgesogen hat.
6. Wenn der Reis durchgegart ist, gibt man den geriebenen Parmesan und einen Klumpen Butter hinzu. Zugedeckt ein paar Min. ziehen lassen (von der heißen Platte nehmen!).
7. Optional: Petersilie, Pfeffer hinzugeben und mit dünn geschnittenem Speck garnieren.


Fazit: Extrem lecker, wird auf jeden Fall in unseren regulären Speiseplan aufgenommen und von nun an öfters gekocht. Durch die frischen Kräuter bekommt das Gericht eine tolle Note und schmeckt nicht langweilig. Es ist definitiv mehr als nur Reis und Hackfleisch (das klingt nach „bäh“ und Jugendherberge).


Risotto


Risotto mit Käse

Spinatlasagne

Nachdem mein Lebensabschnittsgefährte (höhöhö) sich beschwerte, dass das arme Kind ja nie was Grünes zu Essen bekommt (ich wiederhole nochmal: er selbst isst außer Paprika, Zucchini, Erbsen und Pilzen keinerlei Gemüse!!!), habe ich beschlossen eine leckere vegetarische Spinatlasagne mit dreierlei Käse und Bechamelsauce zu machen. Ohne Tomaten. Nur weiß und grün. Habe das Rezept frei Schnauze gemacht und es ist klasse geworden. Das Baby hat’s aber nicht umgehauen, die hat da eher angewidert drin rumgestochert. Komischerweise hatte sie die Spinat-Ricotta-Creme, die man dafür braucht, aber bereitwillig und mit Genuss gegessen (hatte ihr da mal 2-3 Löffelchen in den weit aufgesperrten Schnabel geschoben). Gut, dann mache ich davon beim nächsten Mal halt mehr und esse die Lasagne alleine.


Zutaten (für 2-3 große Portionen):
500gr frischer Spinat
250gr Ricotta-Käse
Ca. 15 Lasagneplatten (weiß und/oder grün)
Ein normal-großer Mozzarella (125gr?)
Wer mag noch einen weiteren Käse, ich hatte geräucherten Scamorza-Käse
Milch, Mehl und Butter für die Bechamelsauce
Gewürze nach Wahl



Zubereitung:
1. Spinat waschen und verlesen, größere Blätter ggf. kleinrupfen.
2. Spinat in leicht gesalzenem Wasser einige Minuten kochen, ca. eine Tasse von dem Kochwasser abnehmen und beiseite stellen, den Rest abgießen. Spinat si gut es geht ausdrücken, dann mit dem Pürierstab fein pürieren.
3. Spinatpampe mit Ricotta vermengen. Wenn das Baby nicht mitisst kann man jetzt schön würzen: Pfeffer, Muskat, Salz, oder schon im Schritt vorher eine Knoblauchzehe mitpürieren. Die Masse sollte nicht zu fest sein, man kann also noch gut was von dem beiseite gestellten Kochwasser hinzufügen.
4. Bechamelsauce zubereiten: Eine Tasse Milch in der Mikro erhitzen. Einen EL Butter in einem Topf schmelzen, 2 EL Mehl dazugeben und mit dem Schneebesen einrühren – möglichst klümpchenfrei! Dann nach und nach die heiße Milch hinzufügen und stetig mit dem Schneebesen rühren (mittlere Hitze). Ggf. noch mehr Milch zugeben, wenn die Sauce zu dickflüssig ist. Mit Salz und Muskatnuss würzen.
5. Lasagneplatten in kochendem Salzwasser einige Minuten kochen (besser klappt es, wenn man immer nur 4-5 Platten gleichzeitig kocht). Ja, auch wenn auf der Packung steht „Ohne Vorkochen“. Da wir keine richtige Sauce haben wie bei der klassischen Tomaten-Hackfleischlasagne, würden die Nudeln sonst nicht durchgaren und die Lasagne würde anbrennen und hart werden.
6. Den Boden einer Auflaufform mit einer dünnen Schicht Spinatbrei bedecken, dann eine Schicht Lasagneplatten darauflegen. Bechamelsauce, dann wieder Lasagneplatten, dann Spinat, usw. Irgendwo in der Mitte hatte ich noch eine Schicht von dem in dünne Scheiben geschnittenen Scamorza-Käse.
7. Im vorgeheizten Ofen ca. 15min. backen (Gabel-Stech-Probe machen ob die Nudeln durch sind), einige Minuten vor Schluss die kleingeschnittene Mozzarella auf der Lasagne verteilen (gibt man sie von Anfang an dazu, dann brennt sie an).



Frischer Spinat


Pürierter Spinat mit Ricotta


Bechamelsauce


Scamorza


Es wird geschichtet, Baby!


Noch mehr Schichten


Und es wird immer mehr...


Von außen fotografiert (tolle gläserne Auflaufform)


Auf dem Teller - leider etwas umgekippt


Hier hab ich schonmal abgebissen :-)





Donnerstag, 27. Januar 2011

Bucatini mit Fleischsauce (Ragù di Carne)

Normalerweise bereiten wir Bolognese-Sauce mit Hackfleisch zu. Zumindest machen das fast alle Deutschen, aber auch die meisten Italiener so. Geht schnell, ist billig, schmeckt gut. Fakt ist aber, dass es mit einem richtigen Stück Fleisch noch tausendmal besser schmeckt. Es dauert jetzt auch nicht wirklich viel länger, bzw. es ist nur eine längere Kochzeit dabei, aber die kann man ja auch zum Bloggen nutzen J J.

Zutaten:
ein schönes Stück Rindfleisch
Speckwürfel
Zwiebel, Knoblauch, Mohrrübe, Staudensellerie, Gewürze
Rotwein, Fleischbrühe
Tomatensauce (polpa di pomodoro)
Nudeln nach Wahl
Frisch geriebener Parmesan



Zubereitung:

1. Das Fleisch mit Zwiebeln, Speckwürfeln und dem in Stücke geschnittenen Gemüse von allen Seiten in Olivenöl anbraten.
2. Mit Wein und Brühe ablöschen, Deckel drauf und köcheln lassen bis das Fleisch schön durch und zart ist (oder sich vom Knochen löst).
3. Das Fleisch aus dem Sud nehmen (diesen NICHT wegkippen), in kleine Würfel schneiden und dann mit einem Wiegemesser möglichst klein hacken.
4. Fleisch zurück in den Sud geben und mit Tomatensauce auffüllen, wieder erhitzen und weitere 30-50 min. auf kleiner Flamme köcheln lassen.
5. Sauce nach Geschmack noch würzen, eigentlich braucht es aber nichts mehr, denn durch die Brühe ist es salzig genug.
6. Nudeln nach Packungsanleitung kochen, mit Sauce und Parmesan anrichten. 




 Fleisch mit dem Gemüse und dem Speck anbraten


Mit Rotwein ablöschen


Fleisch rausnehmen und mit dem Wiegemesser ganz fein hacken



Fertige Sauce
 


Zoooooom :-)


Und nochmal, weil's so schön ist


Mit Käse

Mittwoch, 26. Januar 2011

Bucatini Amatriciana - DER KLASSIKER

Bucatini (all')Amatriciana ist eine der bekanntesten Nudelsaucen des Latiums. Auf meinem Studententeller war sie ca. 3-5 x die Woche vertreten, denn sie ist wahnsinnig einfach und schnell zubereitet und kostet fast nichts. Und sie ist sooooo lecker. L’Amatriciana ist auch meine Notlösung wenn ich es eilig habe oder nicht eingekauft worden ist – die Zutaten habe ich eigentlich immer da.

Zutaten:
Olivenöl
1 kleine Zwiebel (optional, ohne finde ich es aber zu lasch)
Speckwürfel
Peperoncino (auch optional)
Tomatensauce oder frische Tomaten - ich nehme am Liebsten möglichst stückige Tomatensauce, wenn ich zu Dosen oder Flaschen greife
Frischgeriebener Pecorino-Käse, wahlweise auch Parmesan
Nudeln (am Besten Bucatini oder Fusilli)
Die Form der Bucatini ist das was wir in Deutschland als Makkaroni kennen (lang und hohl), während Makkaroni in Italien kurz und dick sind. Man kann aber auch Fusilli nehmen, dann saut man sich wenigstens nicht komplett ein.






Zubereitung:
1. Zwiebel kleinschneiden und mit den Speckwürfeln in Olivenöl anbraten.
2. Peperoncino nach Geschmack hinzugeben und kurz mitbraten.
3. Passierte Tomaten oder in Stücke geschnittene frische Tomaten hinzufügen, und ca. 30 min. einköcheln lassen.

Ich würze die Sauce nicht noch mit Salz oder Pfeffer, da sie durch den Speck schon salzig und durch den Peperoncino schön scharf ist. Parallel zur Sauce die Nudeln nach Packungsanleitung kochen. Nudeln mit Sauce und Käse servieren. 


Zwiebeln und Speck anbraten


Peperoncino dazu - ich bin da nicht zimperlich, der Käse schluckt hinterher etwas von der Schärfe


Stückige Tomatensauce


Blubbernder sugo (die schwarzen Flecken sind leider zu stark angebratene Zwiebelstücke, das sollte eher nicht passieren!). 


Nudeln kochen - und das sind Bucatini


Fertig und sooooo lecker! Aber etwas fehlt noch...


...der Käse!!! Keine Nudelsauce ohne meinen heißgeliebten Käse!!!!